Über den Blog

Über mich…als Person

Warum…gibt es diesen Blog, dieses Tagebuch?!

Dies will ich euch gerne beantworten. Es gibt sicherlich viele Gründe für diese Seite, zwei davon sind eigentlich eher persönlicher Natur. Der, dass ich mich in Zukunft selbst besser beobachten will, wie ich mit dem Thema Schmerzen im Alltag umgehe.
Ein anderer Grund ist schon mehr Selbstschutz, vor allem vor weiterem Unvermögen der Ärzte – die das immer glänzend drauf hatten. Gerade bei Schmerzpatienten gibt es eine Enorme Wissenslücke bei niedergelassenen Ärzten. In Einrichtungen fährt man lieber nach dem Schema “F” und vergisst sich dadurch gerne mal komplett. Denn alles was ich in den letzten Jahren an negativen Erfahrungen erlebt habe, hätte man vermeiden können. Das System für die Betreuung von Menschen mit chronischen Schmerzen ist gerade im ländlichen Bereich oft von Lücken geprägt. Auch im städtischen Bereich sieht es bisweilen nicht immer besser aus. Wobei es hier Ausnahmen gibt (z.B. die Schmerzfreie Stadt Münster, oder Berlin – wo es einen Schmerznotdienst gibt, der nach Hause kommt).
Im Ländlichen Bereich kommt der Mangel an normalen Hausärzten noch ein bisschen mehr zum Tragen. Die Wege sind weiter – für Schmerzpatienten. nicht unbedingt immer gut.

Dieser Blog berichtet über den Alltag, den ich Tag für Tag neu entdecken muss. Nicht jeder Tag ist gleich. Es gibt Höhen und Tiefen. Erfolge, Misserfolge und auch Tiefschläge – die man nicht immer gleich gut verkraften kann.

Ich richtete den Blog am Anfang eigentlich nur für Freunde und Familie ein, damit die Wissen dass “ich noch lebe und vor allem wie ich lebe”. Das aus dem Projekt etwas Größeres wurde verdanke ich mehr dem Zufall und dem Fehler am System.
Wenn man möchte dass sich an der Betreuung der Schmerzpatienten etwas ändert, dann muss man aufstehen und sagen:
“Ja ich will eine Veränderung”,
“das werde ich mit aller Kraft tun – die mir zur Verfügung steht”.

Vielleicht hilft es dem einen oder anderen Leser auch, wenn er merkt dass er nicht alleine mit seinem Problem ist. Ich habe lange nach dem “gewissen” Halt gesucht, den einem die Familie, die Freunde und/oder die Beziehung nicht geben kann.
Ich will euch sagen:
“Ihr seid nicht allein”
“Gebt euch nicht auf”
“Kämpft verdammt nochmal kämpft um eurer Recht auf Schmerzfreiheit oder dem was dem am nächsten kommt”
Ihr habt ein Recht auf eine adäquate ärztliche Behandlung. Wenn Ihr Schmerzen habt geht leichter zu einem Arzt oder Spezialisten – statt wie Viele andere über Jahre hinweg freiverkäufliche Schmerzmittel einzunehmen. Ihr schadet euch dadurch ggf. nur noch mehr. Und wirklich besser wird es dadurch auch nicht. Traut euch und fragt euren Arzt nach Lösungsansätzen. Macht euch ggf. einen Termin bei einem niedergelassenen Schmerztherapeuten – oder sucht eine Schmerzambulanz auf.

Dieses Tagebuch soll auch Angehörigen von Schmerzpatienten mehr Verständnis für die Erkrankung beibringen, in dem diese hinter die Kulissen blicken können.
Wie tickt jemand mit chronischen Schmerzen?
Wie kann ich erkennen dass sich jemand quält?
Nicht jeder kann Schmerzen auch verbal zum Ausdruck bringen. Nicht jeder empfindet Schmerzen gleich. Jeder Mensch ist verschieden. Kämmt uns nicht alle über den gleichen Kamm.

Diese Seite soll auch Ärzten dabei helfen, ihre Patienten besser zu verstehen.
Welche Nöte, Sorgen und Probleme kann ein Schmerzpatient haben. Nicht jeder bringt den Mut auf – seinem Arzt alles zu sagen was Ihn bedrückt (auch ich kann das nicht immer). Seht diesen Blog als Chance an, von euren Patienten zu lernen.
Lernt eure Patienten verstehen – denn nur wer versteht – kann auch gut behandeln.
Wie ich immer so schön sage, nur wer einmal über einen längeren Zeitraum Schmerzen hatte kann sich annährend in einen Schmerzpatienten einfühlen, der diese Last Jahre, womöglich schon Jahrzehnte mich sich herumträgt.
Viel zu viele Ärzte meinen, Sie könnten ihre Patienten genau verstehen – wenn das so wäre müsste ein Schmerzpatient nicht so oft den Arzt wechseln, bis er letztlich nach vielen Jahren des Leids und der Qualen den Richtigen findet.
Es besteht ein Wissensbedarf der Ärzte zum Thema Schmerzen, verstehen und behandeln. Man kann nicht nur Bücher lesen – es müssen mehr Fortbildungsseminare angeboten werden. Schmerz und dessen Vermeidung müsste einen größeren Stellenwert im Studium haben. Wenn ein Arzt eine Vielzahl von Medikamenten an denselben Schmerzpatienten verschreibt – muss man sich über Nebenwirkungen besser im Klaren sein. Ihr müsst den Patienten zuhören – wenn verstärkt unangenehme Nebenwirkungen auftreten. Sonst kann es passieren dass der Pat. nur noch Frust in der vermeintlichen Behandlung seiner Schmerzen sieht. Man tauscht die Schmerzen gegen etwas anderes aus.

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