Müde, erschöpft und doch schlaflos

Das sind jene Worte die aktuell wohl am besten meinen Zustand beschreiben. Neben Worten wie Ratlosigkeit und vielleicht auch ein bisschen Wut!

Wut worüber wird sich jetzt der eine oder Andere fragen, mir geht’s doch eigentlich ganz gut – schließlich lebe ich noch und mein rechtes Bein hätte auch weg sein können.

Doch um ehrlich zu sein trösten tut das einen in der aktuellen Situation recht wenig. Ich muss erneut fürchten dass man wieder einmal den Baum vor laute Wald nicht sieht, wieder einmal mehr Budget und kostendenken im Vordergrund stehen.. statt sich um den Patienten zu kümmern, schiebt man ihn ab, man wiegelt ab.

Die eine Klinik entlässt einen, weil der zuständige Arzt nicht zugegen ist und alle Pläne was man mir vorhat mit in seine Abwesenheit genommen hat, dann drückt man as ganze auch noch so hübsch in seinen Textbaustein Arztbriefen so aus ´, als habe es am Patienten gelegen, nicht am besagten „nicht-vorhanden-sein des betreffenden Arztes

Ich bin diesbezüglich zu müde geworden, als dass ich jetzt eine Wertung abgeben möchte, ob es wirklich nur einfach Ohnmacht gegenüber dem System ist, weil man keine Zeit hat, sich noch intensiver mit dem Patienten zu beschäftigen, oder aber ob es ein Armutszeugnis der betreffenden Einrichtung darstellt und jener Person die den vorläufigen Entlassbericht mehr oder wenig „verfasst hat“. Wieso mehr oder weniger?

Ganz einfach, heute schreibt kein Arzt mehr, Berichte von Hand, alles wird aus Textbausteinen zusammen gefriemelt, auch wenn´s nicht passt,, scheiss drauf – das liest doch eh keiner, so ist die Einstellung die mir Ärzte in letzter Zeit vermittelt haben.

Da stehen dann schon mal komplett falsche Angaben drin, es werden bereits vorhandene Diagnosen schlicht übersehen und ignoriert, vom ich zitiere „mal reingehört“ wird eine komplett verkehrte Gesamtverfassung in einen Berichht übernommen, der mich als Patient vor ein Problem stellt und gleichzeitig den behandelnden Arzt, denn das besondere hier , meine Laborwerte galten bei Entlassung als bedenklich, da behalten wollte man mich nicht, weiterleiten in die nächste Einrichtung ist quartalstechnisch eher „unpraktisch“, was haben wir? Nicht nur Ende des Monats, sondern auch Ende des Quartals.

Dumm da werden die Menschen immer genau dann krank, wenn das Budget erschöpfft ist… Den betreffenden Controller interssierts ja nicht, er ist ja nicht krank und sollte er es werden, gibt’s ja noch immer Vitamin-B. Das wird der werte Herr Controllerkollege aus dem nächsten Krankenhaus sicherlich an sich selbst denken, und den Fall nicht in die Rundablage befördern.

So ein wenig jedoch regiert die Wut in mir, man wusste dass ich komme, ich hatte schon Wochen zuvor alle wichtigen Unterlagen und auch die aktuelle Problematik geschildert und übermittelt. Dass dann keiner so recht wusste was man mit mir und meinen Diagnosen anfängt, zeugt entweder von einer katastrophalen Stimmung innerhalb des Teams, mangelnder Komm.  or aber auch Überarbeitung und oder Überlastung. Weil man so mit Fällen und Patienten zugeschüttet wird, dass unterm Strich alles leidet.

Am Ende unter Umständen so dramatisch, dass es wieder einmal mehr ein Fall für den Bestatter wird. Man müsste glauben die beteiligte Klinikgesellschaft habe in irgendeiner Art und Weise etwas aus meinem Fall gelernt, dass etwas hängen geblieben ist. Aber nein…

Dass man elementare Hinweise auf etwas übersehen hat, obwohl ich dort ein und ausgegangen bin, wie die Lungenembolie und am Ende auch das Kompartmentsyndrom, ist an sich schon fahrlässsig genug und wäre Grund genug für mich gewisse Schritte zu gehen, doch das nützt mir am Ende am allerwenigsten, denn das Warum, Wieso, Weshalb wird es nicht mehr klären können. Die schlimmsten Schmerzzustände meines Lebens hatte ich, die kann man nicht mehr wegreden. Auch dass ich nun definitiv bis zum Lebensende – Schmerzen auf eine gewissen Dauerlevel haben werde, würde ich durch gewisse Schritte nicht rückgängig machen können.

Versagt haben an der Stelle mit der richtigen Diagnose und auch mit der korrekten Behandlung so einige, Schuld liegt auch im System. Wenn auch nicht nur, und auch ein Großteil der Schuld wie alles jetzt den Status Quo erhält – liegt bei den behandelnden Kliniken und Ärzten. Wie genau die Schuld verteilt ist müssten Gutachter klären.

Der Leidtragende bin ich am Ende. Mein Bein sieht aus als wäre es in eine Schneefräse gerutscht, ich habe Muskelgruppen, Munkeln und Nerven verloren – die sich nie wieder zurückmelden werden, die nie mehr da sein werden. Nicht die geschätzten Damen und Herren mit Halbgottkomplex.
Der selbe Mensch leidet auch jetzt aktuell wieder – auch unter Ängsten es könnte erneut zu einem schwerwiegenden Zwischenfall kommen.
Der beste Weg für einen selbst kann es da nur sein, wieder selbst aktiv z werden und alles dafür zutun, dass es nicht wieder zu den gleichen Fehlern kommt.

Die bedenklichen Blutwerte können jetzt nur engmaschig überwacht werden, ich muss auf meine Schmerzen hören und auch wenn es sich jetzt brutal anhören will, ich darf mich nicht völlig den Medis hingeben, wobei das zuletzt ja auch nicht wirklich funktioniert hatte, trotz massivster Dosen (in meinen Augen).

Es dürfte sich jedem halbwegs informierten von selbst erklären, dass wenn sich das Gewebe in einem Körperteil, in meinem Fall war es ja das rechte Bein, zersetzt und am Ende nicht viel mehr bleibt als ein wässriger Ausfluss bestehend aus den Überreste von Fleisch, Muskelgewebe und was sonst noch so verflüssigt werden kann in einem Bein und sich dann ein Ventil sucht. Auch die Muskelatrophie, die bereits Okt 13. bekannt war und schlicht fehlinterpretiert wurde war ein erstes Anzeichen für ein Ungleichgewicht, so will ich es mal vorsichtig ausdrücken, warum dann keiner die richtige Schlussfolgerung gezogen hat Weiß ich nicht.

Warum man jetzt auch wieder alles auf meinem Rücken austragen will geht nicht in mein Hirn, aber wenn so die Zukunft unserer Gesundsheitsversorgung aussieht, dann gute Nacht…

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