Eigentlich hätte ich es wissen müssen, denn der Tag heute begann schon mit dem Ende der Nacht nicht gut..
Der Schlaf kehrte nicht wirklich zurück – verübeln konnte mir das sicher keiner, nach dem Erlebnis. Ich lag mehr al s3h einfach nur im Bett – man war entnervt. So stand ich letztlich gegen 7:30Uhr auf, ging ins Bad.
Auf Frühstück hatte ich keine Lust, die penetrant vorhandene Übelkeit hätte vermutlich nach einer Nahrungsaufnahme, erbrechen verursacht. So beschäftigte ich mich gleich mit meiner Todo Liste für den heutigen Tag:
- Infos wegen Schilddrüsenunterfunktion sammeln
- Facharzt finden
- beim HA anrufen
- arbeiten am Haus
Das war eigentlich alles unkompliziert und bis auf die Facharztsuche schnell erledigt, denn für die Schilddrüse braucht man einen Endokrinologen.
Die sind jedoch sehr rar unter den Internisten gesäht und jene die ihr Handwerk auch noch verstehen kann man wirklich auf einer kurzen Liste mit etwa 700Namen zusammen fassen, wohlgemerkt für den Raum, DE, CH und AT.
Ich telefonierte etwa 20 im näheren (200km) Umfeld ab, erst wenn der Hausarzt morgen bei der Blutentnahme zum selben Ergebnis kommen sollte und ein Laborfehler ausgeschlossen ist, besteht Handlungsbedarf , wobei das nur eine reine Formalität darstellt – der Wert fällt deutlich aus, beschriebene Symptome lassen es vermutlich in eine gewisse Wahrscheinlichkeit rücken, dass eine Fehlfunktion vorliegt, welche behandelt werden sollte.
Ein Name fiel dabei immer und immer wieder schließlich erreichte ich die betreffende Person, wir verbleiben mit einer Terminabsprache bis zum bestätigten Befund durch ein 2tes Labor.
Gegen Mittag erreichte ich dann noch den Hausarzt, zugegeben heute ein leichtes Problem – entweder war die Leitung tot oder es war besetzt (Murphy eben), die Akten waren bis auf das Schlaflabor auf dem aktuellen Stand – das ich mit dem 12 Seiten Fax änderte, auch in Bezug auf die aktuelle Medikation.
Etwa um 14Uhr kurz nach der Einnahme der Mittagsdosis überkam mich ein Schlafdrang, bzw. vielmehr ein Drang mich hinzulegen… ich wehrte mich erfolglos dagegen und gab gegen 15Uhr endgültig damit auf. Meine Beine und Füße schmerzten vom ständigen auf und ab mit dem Flüssigkeitshaushalt.
Geschlafen habe ich nicht, aber es war keine Last mehr auf den Beinen und Füßen.
Ich glaube ich musste einfach abschalten.
Ich kam nicht wieder hoch… ich war einfach mal richtig down.
Ich wollte nicht mehr aufstehen, ich wollte nicht dass die Schmerzen wieder zunahmen… so blieb ich bis auf die unzähligen Gänge dem Entwässerungsmittel zu verdanken – liegen.
Das Abendessen ließ ich bleiben, die Übelkeit welche nie wirklich verschwand egal was ich dagegen nahm, würde es ohnehin nicht zulassen dass ich etwas esse.
Wenigstens aber hielten die Mittel ihre Versprechen in Richtung Erbrechen. Das musste ich heute bis auf einmal nicht.
Erst so gegen 23Uhr taute ich so langsam wieder auf, immer noch die Schmerzen im Nacken war ich jedoch verhalten vorgegangen man fuhr langsam alle Systeme wieder hoch.
Erst jetzt so langsam kann ich das einordnen… ich hatte dermaßen Angst vor noch stärkeren Schmerzen, dass ich mir vom Schmerz diktieren lies was ich mache. Das passiert nicht oft – aber angesichts des Umfangs meiner Schmerzen kann man mir so einen Moment der Schwäche zugestehen, auch wenn er nicht zur Regel werden sollte.
Da ich ab Mittag praktisch nichts mehr gemacht habe, fällt mein Eintrag heute kurz und knapp aus, ich hoffe der morgige Tag wird besser als der heutige.