so bitter Part Two

Ich könnte jetzt lügen und sagen alles wäre gut, damit würde ich vor allem meiner Familie einen Gefallen tun, denn für einige Mitglieder ist dieser Blog ein harter Brocken, doch ich muss hier schon bei dem bleiben wie es Tag für Tag, Stunde für Stunde und Minute für Minute ist. Alles andere wäre schlicht nicht ich!


Ich komme so langsam zur Ruhe, bei Southpark – zugegeben das könnte nicht jeder – Aber ich mag diese Serie weil sie die Realität so beschissen sie manchmal ist auf die Schippe nimmt. Politik absolut unkorrekt ist und selbige zu recht aufs Korn nimmt. Aber ich kann auch heute nicht so wie ich will entspannen, es klappt einfach nicht.

Seit etwa 3h nervt die OP-Wunde mehr denn je, die Berührung im Umfeld treibt mich in den Wahnsinn – deshalb habe ich das ganze großflächig mit 10x10cm Kompressen + Fixomull überklebt – so dass ein Polster entsteht. so wird es zumindest ermöglicht dass ich heute Nacht schlafen kann und nicht sofort aufwache sollte mich ausversehen auf den Rücken drehen.
Ich dachte ja ich könnte am Freitag einen Termin in der Klinik bekommen, die mich operiert hat, aber man wimmelte mich schlicht ab. Tolle Nachsorge…

Wenn alle Stricke reißen, bleibt noch immer die Totale OP in einer Mannheimer Klinik, bei der die Nerven in totaler Form, entweder durchtrennt oder abgefroren werden. Das birgt ein hohes Komplikationsrisiko, aber ehrlich gesagt die Schmerzen sind das schlimmere übel als der Gefühlsverlust in einer Körperpartie. Ohnehin habe ich seit der OP kein Gefühl mehr im rechten Bein. Zuvor war davon ja nur die Rückseite betroffen, seit der OP ist es komplett taub – so wie eingeschlafen. Wohl auch etwas womit “ich schlicht leben muss” das ist was man den Patienten natürlich nicht so direkt sagt. auch dass eine gewisse Nebenwirkung von der Seltenheit zur Regel geworden ist und selbst dann auftaucht wenn ich das betreffende Medikament mal nicht nehme. erst nach einigen Tagen flacht die Nebenwirkung so langsam ab.

Jetzt würden einige sicher, einfach das Medikament ganz weglassen, wenn die Nebenwirkung sie so stört wie sie es bei mir tut, aber ich kann nicht verzichten. Wenn ich das tue – dann habe ich binnen von kürzester Zeit massive Muskelkrämpfe und ich formuliere es nur ungerne so aber ich habe das Gefühl, im rechten Bein bildet sich eine Spastik. Ergo bleibt mir nichts anderes übrig….

Etwas was mich noch immer stark beunruhigt sind die Schmerzen im rechten Unterschenkel, auch heute waren Sie ein ständige Begleiter. Ein Lästiger Begleiter.
Der Charakter ist noch immer der der letzten Tage und Wochen. Seit über einem Jahr nun habe ich diese Schmerzen, aber deswegen geht man dem ja nicht nach… anscheinend hört mal wieder keine S** zu. entschuldigt diese Wortwahl, aber manchmal muss man einfach Dampf ablassen.

Es geht jetzt soweit dass ich mir der Kragen platzt, ich mache ich privat als Selbstzahler einen Termin, da kein Arzt eine Überweisung ausstellen will

22:08
Ich bin den Tränen nahe, ich habe den Fernseher auf Stumm gestellt. Heute Abend ist etwas seltenes, die schmerzen kommen Schubartig… mit jedem Schub wird der Schmerz stärker. Es Pochend zu beschreibend wäre falsch, dazu geht es zu langsam in der Abfolge. Auch wenn es komisch klingt. Am ehesten wie Wehen – in der Länge und mit den Pausen dazwischen. Die Pausen können nur 2 Minuten betragen, aber auch mal 20,25 Minuten bis zum nächsten “Anfall”. In der Zwischenzeit kostet der Rückeschmerz die volle Aufmerksamkeit. Heute habe ich eigentlich nicht über meine Verhältnisse gearbeitet, dennoch habe ich das Gefühl jemand hält mir schon seit Stunden ein Stoppschild vor die Nase, dessen Kern mit Schmerzen gefüllt ist.
Letztlich habe ich mich in diesen Momenten schon an  Tränen gewöhnt sie sind einfach zu einem Ventil geworden. Das letzte Ventil.

Ich erbreche mich zwar seltener wie noch vor ein paar Monaten, aber zuletzt vermehrt wegen starken Spitzen, die völlig unerwartete und ohne Zusammenhang über mich hereinbrechen. Sie kosten Kraft – vor allem wenn Sie nachts über einen “herfallen”
Letztlich ist die Nacht dann gelaufen, trotz Backup/Notfall Medikation. Ist die Nacht letztlich vorbei. Egal wie viel oder eher wie wenig ich zuvor Schlaf ab bekommen habe.

Manchmal, nicht so oft jedenfalls – beeinflusst der Schmerz auch meine Atmung. So hatte ich früher des Öfteren durch ungeschickte Bewegungen nachts Atemnot. Jetzt ist es so dass schon der Schmerz allein selbigen auslösen kann, Dann versucht man krampfhaft noch irgendwie Luft zubekommen, zum Teil fühlt es sich so an, als würde da jemand auf meiner Brust sitzen. Mein Herz schmerzt bei jedem Schlag.
Manchmal steht mir eine harte Nacht bevor und ich weiß es noch gar nicht, manchmal denke ich es wäre so und dann kommt es doch anders. Heute hoffe ich dass es anders kommt.

Gerade kündigt sich die nächste Welle, der nächste Schub an, weswegen ich mich jetzt völlig zurückziehen werde, gute Nacht euch da draußen – ich hoffe das gleich auch für mich.. wenigstens irgendwie zumindest.

22:33Uhr
Das war dann doch eher blinder Alarm. Dennoch bin ich jetzt so fertig das sich mcih ganz zurück ziehe.. inkl. TV aus.

 

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